
Polizeisammler
CZ 38
Kal.: 9mmK
Polizeistempelung "Adler über F"
sowohl "SD.PG.52"
Bj.1939
SN 241206
Hersteller Böhmische Waffenwerke
9-schüssig
Double Action
S E L T E N !!!!!
kein Neubeschuß ansonsten Verkauf an Ausland, Rote WBK oder WHE
Waffe kommt aus der Auflösung eine großen WK1 und WK2 Kurzwaffensammlung mit POLIZEI Abnahmestempelungen!!!!!
Waffe ist in Deutschland im NWR registriert
Für Käufer aus Österreich erfolgt die Verbringung von D nach Ö kostenfrei!!
Am 14.03.2026 um 21:23:10 Uhr fügte der Verkäufer folgende Ergänzung hinzu:
nachfolgende Informationen habe ich soeben zu angebotener Waffe erhalten:
Pistole Modell 37 für die bulgarische Polizei
Am 1. August 1939 bestellte die bulgarische Polizeidirektion in Sofia auf Grundlage vorheriger Angebote bei der Česká zbrojovka insgesamt 800 Pistolen des Modells 37. Bekanntlich durfte die Fabrik diese Pistolen vor der Besetzung mit Genehmigung des tschechoslowakischen Verteidigungsministeriums im Ausland anbieten, allerdings unter der Bedingung, dass sie nicht als Modell 38 bezeichnet werden durften. Im Falle des bulgarischen Polizeiauftrags war die Situation jedoch etwas komplizierter, da unter der Bezeichnung Modell 37 keine gewöhnlichen Pistolen Modell 38 mit DAO-Abzugssystem bestellt wurden, sondern Pistolen mit einem doppeltwirkenden Abzugsmechanismus (SA/DA) und manueller Sicherung. Diese wurden zur Unterscheidung als Modell 37 bezeichnet.
Zu den deutlich sichtbaren Unterschieden der serienmäßig hergestellten Pistole Modell 37 gehören ein geriffelter Hahnsporn sowie eine manuelle Sicherung mit einem Arbeitswinkel von 82°. Weniger auffällig ist der veränderte Radius (r = 36 mm) des hinteren Verschlussteils, der so angepasst wurde, dass der Hahnsporn stärker hervorsteht und vom Daumen des Schützen besser bedient werden kann. Neben der manuellen Sicherung war die Pistole Modell 37 auch mit einer Magazinsicherung ausgestattet, die auf demselben Prinzip beruhte, das Frantiek Myka bei den Versuchsmustern des Selbstspannabzugs anwandte.
Die Abzugsstange war mit einer Aussparung für die Magazinsicherung versehen, eine entsprechende Aussparung befand sich auch auf der linken Innenseite der Griffschale. Der Hahn besaß neben dem üblichen Mitnehmer zwei zusätzliche Aussparungen, wodurch ein Ansatz für die Einrastung des Hahns bei der einwirkenden Funktion geschaffen wurde. Der Radius der oberen Aussparung entsprach dem Durchmesser der Achse der manuellen Sicherung und diente dazu, den Hahn im gespannten Zustand zu sichern. Der Abzugsmechanismus wurde zudem durch einen federbelasteten Hahnrasthebel ergänzt.
Die interne Werksbezeichnung der Pistole Modell 37 lautete Z 187, während die Pistole Modell 38 unter der Bezeichnung Objekt Z 184 geführt wurde. Zur Unterscheidung wurde für die für den bulgarischen Kunden bestimmten Pistolen eine eigene Seriennummernreihe festgelegt, beginnend mit der Nummer 240000.
Die erste Partie von 800 Pistolen für die Polizeidirektion in Sofia verließ das Werk in Strakonice am 31. Oktober 1939. Die Genehmigung für den Export erhielt die Fabrik vom Reichskommissar in Berlin am 25. September 1939.
Im Jahr 1940 bestellte die Polizeidirektion in Sofia weitere 1000 Pistolen Modell 37 mit SA/DA-Abzugssystem und manueller Sicherung. Bis Ende 1940 wurden 241 Stück geliefert, im Januar des folgenden Jahres wurden die restlichen 759 Pistolen ausgeliefert. Diese Lieferung hatte einen Gesamtwert von 490 000 Protektoratskronen.
Zum 1. Dezember 1940 befanden sich bei der Polizeidirektion in Sofia 740 Pistolen im Bestand, weitere 60 Stück waren der Polizeischule zugeteilt. Da der Bedarf weiterhin nicht gedeckt war, bestellte die bulgarische Polizei 1941 weitere Waffen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich insgesamt 3924 Parabellum-Pistolen im Bestand der bulgarischen Polizei, die bereits veraltet und stark abgenutzt waren.
Im Rahmen weiterer Verhandlungen wurden in der Fabrik knapp 1600 Pistolen Modell 37 vorbereitet. Davon wurden 1400 Stück fertiggestellt und am 13. November 1941 von Vertretern der bulgarischen Polizei persönlich übernommen und per Flugzeug nach Bulgarien transportiert. Zusätzlich wurden im Rahmen desselben Auftrags 120 Pistolen Modell 36 für weibliche Angestellte der Polizei beschafft.
Ein Restbestand der unfertigen Pistolen Modell 37 wurde vermutlich später fertiggestellt und einzeln auf dem zivilen Markt im Protektorat verkauft. Insgesamt verkaufte die Fabrik 3200 Pistolen Modell 37 nach Bulgarien. Bulgarische Quellen sprechen allerdings von 3660 Stück, was aufgrund fehlender Archivunterlagen nicht eindeutig bestätigt werden kann.
Technische Daten der Pistole Modell 37 (Ausführung für die bulgarische Polizei)
Kaliber: 9 mm Browning kurz
Gesamtlänge: 196 mm
Lauflänge: 119,4 mm
Zahl der Züge: 6, rechtsdrehend
Dralllänge: 249 mm
Visierlänge: 152 mm
Höhe: 143 mm (inklusive Fangriemenöse)
Breite: 28 mm
Magazinkapazität: 9 Patronen
Gewicht mit leerem Magazin: 920 g
Abzugsmechanismus: SA/DA
Produktionszeitraum: 1939 / 1941
Produzierte Stückzahl: 3200 (nachweisbar)
Seriennummernbereich: 240000-243200
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