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Pfadfinder Messer mit Lilie anstatt NS-Symbol ca. 1950
Artikel-ID: 20389220 Kategorie: Blankwaffen > Historische Originale
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Artikelbeschreibung
Fahrtenmesser mit dem Lilien-Emblem als typisches Pfadfinderwerkzeug gibt es in ihrer modernen Form seit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg (ab etwa 1945/1950). Die ursprüngliche Bauform dieser Messer geht jedoch auf das frühe 20. Jahrhundert zurück.
Nach dem Verbot der Pfadfinder im Jahr 1933 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs griffen die Pfadfinderverbände bei der Wiedergründung bewusst auf bewährte Fahrtenmesser zurück. Sie ersetzten daraufhin die Symbole der Hitler-Jugend in den Griffschalen durch die traditionelle Pfadfinderlilie.
Folgende Meilensteine prägen die Geschichte der Messer:
- Vorkriegszeit (ab 1908): Die Pfadfinderbewegung wählte die Fleur-de-Lis (Lilie) zum internationalen Erkennungszeichen. Die klassischen Fahrtenmesser mit feststehender Klinge, Metallscheide und Pfadfinderlilie in einer Raute im Griff wurden im Solinger Raum gefertigt.
- Nachkriegszeit (späte 1940er und 1950er Jahre): Um sich von der politischen Symbolik der Kriegszeit (HJ-Messer) abzugrenzen, nutzten viele deutsche Pfadfinderstämme die alten Messermodelle weiter, versahen diese aber wieder mit dem Lilien-Emblem. Hersteller wie Puma oder skandinavische Marken wie Brusletto etablierten in dieser Zeit die klassischen Modelle, die auch heute noch so hergestellt werden. Leider ist die Scheide von diesem Stück nicht mehr vorhanden
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