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Historischer Hahndrilling Wilh. Eblen Cannstatt,16/70 · 16/70 · 9,3×72R,Seitenschlosse,Zieldialyt

Erwerbsberechtigung (EWB/MES)

EWB: Für diesen Artikel ist eine Erwerbsberechtigung erforderlich (z. B. Waffenbesitzkarte). MES: Für Munition ist ein Munitionserwerbsschein oder eine entsprechende Berechtigung erforderlich. Artikel ohne diese Kennzeichnung sind erlaubnisfrei.

Zustand:
Gebrauchsspuren
Versandkosten:
ab 35,00 € (Details)
Artikel-ID:
20482405
Artikelstandort:
Deutschland

Verkäufer

gewerblich

Waffen_Ahrenholz (194)

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Waffenhandel & Pyrotechnik Ahrenholz

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Beschreibung

Zum Verkauf steht ein klassischer Hahndrilling von Wilh. Eblen, Cannstatt, im traditionsreichen Kaliber 16/70 und 9,3×72R. Die Waffe verbindet die jagdliche Vielseitigkeit eines Drillings mit zahlreichen Merkmalen aufwendiger, traditioneller Büchsenmacherarbeit.

Besonders charakteristisch sind die außenliegenden Hähne, die reich gravierten Seitenschlosse, die Silbereinlagen an den Läufen sowie das harmonisch in die Gestaltung einbezogene Schaftmagazin. Die Gravuren zeigen klassische heimische Jagdmotive: Rotwild, Gamswild, einen vorstehenden Jagdhund, einen Hasen und ein Rehbockhaupt.

Ergänzt wird die historische Ausstattung durch ein fest montiertes Hensoldt Wetzlar Zieldialyt 2¾ auf einer alten, zeitgenössischen Montage. Damit präsentiert sich der Drilling als authentisches Gesamtstück mit ausgesprochen traditioneller und jagdhistorisch reizvoller Ausstrahlung.

Technische und funktionelle Daten zur Waffe

  • Hersteller beziehungsweise Signatur: Wilh. Eblen, Cannstatt
  • Waffenart: klassischer Hahndrilling
  • Kaliber:16/70, 16/70, 9,3×72R
  • Gesamtlänge: 111 cm
  • Lauflänge: 69,7 cm
  • Gesamtgewicht einschließlich Zielfernrohr: 3,77 kg
  • Schaftlänge vom eingestochenen vorderen Abzug bis Mitte Schaftkappe: 35 cm
  • Schaftlänge vom hinteren Abzug bis Mitte Schaftkappe: 32 cm
  • Rechter Schrotlauf: Verengung circa 0,5 mm
  • Linker Schrotlauf: Verengung circa 0,7 mm
  • Abzugssystem: französischer Rückstecher
  • Schaftmagazin: für vier Patronen
  • Zielfernrohr: Hensoldt Wetzlar Zieldialyt 2¾
  • Seriennummer des Zielfernrohrs: 36161
  • Montage: alte, zeitgenössische Zielfernrohrmontage
  • Verschluss: dicht
  • Hähne: beide sauber spannbar
  • Klappkimme: klappt bei Umschaltung auf den Kugellauf ordnungsgemäß hoch

Die Zuordnung der gemessenen Laufverengungen entspricht beim rechten Schrotlauf ungefähr einem Halbchoke beziehungsweise Modified und beim linken Schrotlauf annähernd einem Dreiviertelchoke beziehungsweise Improved Modified. Hierbei handelt es sich um übliche Näherungsangaben. Die tatsächliche Chokewirkung hängt zusätzlich vom jeweiligen Laufinnendurchmesser, der verwendeten Laborierung und dem erzielten Schrotbild ab.

Gravuren und handwerkliche Ausstattung

Die Basküle und die Seitenschlosse tragen fein ausgeführte Jagdmotive:

  • Linke Baskülenseite: Stück Rotwild
  • Rechte Baskülenseite: Stück Gamswild
  • Linkes Seitenschloss: vorstehender Jagdhund
  • Rechtes Seitenschloss: Hase
  • Schaftmagazin: Rehbockhaupt

Weitere Ausstattungsmerkmale:

  • Gravierte Seitenschlosse
  • In Silber eingelegte Ortsangabe „Cannstatt“
  • Lang ausgeführter Abzugsbügel
  • Ausgeprägte Schaftbacke
  • Handgeschnittene Fischhaut
  • Pistolengriffkäppchen aus Horn
  • Schaftkappe aus Horn
  • Aufwendig eingepasster Vorderschaftschnäpper mit Spitzen
  • In die Gesamtgestaltung einbezogenes, graviertes Schaftmagazin

Diese Details verleihen der Waffe eine eigenständige Erscheinung und dokumentieren den hohen handwerklichen Aufwand, der für klassische Jagdwaffen dieser Epoche typisch war.

Zielfernrohr und Visierung

Montiert ist ein klassisches Hensoldt Wetzlar Zieldialyt 2¾ mit der Seriennummer 36161. Das Zielfernrohr befindet sich auf einer alten, zum Gesamtbild der Waffe passenden Montage.

Hensoldt zählt zu den traditionsreichen Namen der deutschen Präzisionsoptik. Die historischen Wurzeln des Unternehmens reichen bis zu Moritz Carl Hensoldt und dessen im 19. Jahrhundert begründeter Tätigkeit im Bereich optischer und feinmechanischer Instrumente zurück. Das montierte Zieldialyt unterstreicht daher den zeitgenössischen Charakter dieses Drillings.

Bei der Umschaltung auf den Kugellauf klappt die Klappkimme ordnungsgemäß hoch. Diese Funktion ist gegeben.

Historische Einordnung

Die vorhandenen Beschusszeichen und Fertigungsmerkmale deuten nach der vorliegenden Einordnung auf eine Fertigung beziehungsweise einen Beschuss sehr wahrscheinlich zwischen 1927 und etwa 1939 hin.

Wilh. Eblen ist als deutscher Büchsenmacher und Waffenhändler in Stuttgart beziehungsweise Cannstatt dokumentiert. Vergleichbare, unter seinem Namen geführte Drillinge und kombinierte Jagdwaffen sind auch heute noch im Sammler- und Auktionsbereich nachweisbar.⁠

Der klassische Drilling war für die vielseitige Jagd bestimmt: Zwei Schrotläufe und ein Kugellauf ermöglichten es, bei unterschiedlichen Wildarten mit einer einzigen Waffe jagdlich flexibel zu bleiben. Das Kaliber 9,3×72R ist eine traditionsreiche Randpatrone, die besonders mit historischen Kipplaufwaffen, Drillingen und Büchsflinten verbunden wird.

Insgesamt handelt es sich um ein authentisches Zeugnis deutscher Büchsenmacher- und Jagdwaffentradition der Zwischenkriegszeit – technisch interessant, reich ausgestattet und mit einer sehr eigenständigen historischen Ausstrahlung.

Zustandsbeschreibung

Bei der angebotenen Waffe handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Neuwaffe, sondern um eine historische Gebrauchtwaffe in einem insgesamt dem Alter entsprechenden gebrauchten bis stark gebrauchten Zustand.

Im Übergangsbereich unmittelbar hinter den Patronenlagern weisen beide Schrotläufe raue Stellen auf. Auch der Kugellauf zeigt einen rauen Innenzustand. Der Laufzustand ist deshalb insgesamt mit Zustandsnote 3 – deutliche beziehungsweise normale alters- und nutzungsbedingte Gebrauchsspuren zu bewerten.

Der Verschluss ist dicht. Beide Hähne lassen sich sauber spannen und die Klappkimme arbeitet bei der Umschaltung auf den Kugellauf ordnungsgemäß. Ungeachtet der vorhandenen Gebrauchsspuren bleibt der Drilling ein interessantes und authentisches Stück alter Büchsenmacher-Handwerkskunst.

Der Zustand wird nach bestem Wissen und Gewissen so beschrieben, wie er sich bei der Besichtigung darstellt. Bitte prüfen Sie die Bilder sorgfältig und berücksichtigen Sie den beschriebenen Laufzustand bei Ihrer Gebotsabgabe. Es gilt gekauft wie gesehen und wie beschrieben. Sollte Ihnen ein bestimmtes Detailbild fehlen, melden Sie sich bitte rechtzeitig vor Auktionsende. Ich reiche dieses nach Möglichkeit gerne nach.

Wichtige Hinweise zur Auktion und Abwicklung

  • Versteigert wird die Waffe ausschließlich vollständig und in dem auf den Bildern dargestellten Umfang.
  • Eine getrennte Abgabe einzelner Bestandteile oder Zubehörteile ist nicht möglich.
  • Eine Abwicklung oder ein Verkauf außerhalb von eGun ist ausdrücklich nicht gewünscht.
  • Der Erwerb ist nur im Rahmen der jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen und gegen Vorlage einer gültigen Erwerbsberechtigung möglich.
  • Ein Verkauf ins Ausland erfolgt grundsätzlich nicht.
  • Eine Ausnahme ist nur möglich, wenn der Käufer einen geeigneten deutschen Waffenfachhändler benennt, der die vollständige weitere Exportabwicklung übernimmt.
  • Der Versand erfolgt ausschließlich über einen hierfür geeigneten Kurierdienst.
  • Bitte stellen Sie sicher, dass Sie die Waffe persönlich entgegennehmen und sich gegenüber dem Zusteller ordnungsgemäß ausweisen können.
  • Eine von der Erwerbsberechtigung abweichende Versandanschrift ist nur zulässig, wenn diese nach Auktionsende und nach Prüfung der Erwerbsunterlagen ausdrücklich durch uns bestätigt wurde.
  • Bitte stellen Sie sämtliche Fragen vor Abgabe eines Gebotes. Mit der Gebotsabgabe werden die Beschreibung, der dargestellte Zustand und die genannten Abwicklungsbedingungen anerkannt.

Versand & Zahlung

Standort: 88299 Leutkirch im Allgäu (Deutschland)

Zahlung: Barzahlung, Überweisung, Vorkasse

Versand: Käufer trägt Versandspesen

Versandkosten:

Spedition Deutschland
Kurierdienst 35,00 EUR

Internationaler Versand: Nein

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