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Perser Mauser 8x57IS von 1938 nummerngleich

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Zustand:
Leichte Gebrauchsspuren
Versandkosten:
ab 12,00 € (Details)
Artikel-ID:
20469531
Artikelstandort:
Deutschland

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khamsun (5)

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Beschreibung

Aus Altersgründen zu verkaufen: Ordonnanzgewehr Perser - Mauser, Kaliber 8x57IS, in schönem gutem Zustand.

Leichte Lagerspuren am Holz, siehe dazu die Bilder (Mehr Bilder konnte ich nicht hochladen, wer noch mehr benötigt, bitte schreiben)

Einzelheiten: Waffe ist nummerngleich. Deutscher Beschuss, siehe auch unten.

Beschriftungen teils in Farsi (Iranisch).

Technisch in hervorragendem Zustand. Abzug weich und ohne hakeln, aber über 1500 Gramm. Durch höheres Korn können mit der Originalvisierung 100 Meter geschossen werden.

 

Nach längerer Recherche läßt sich zur Identifikation der Waffe u.a. wohl folgendes sagen:

Stempel (Gravuren) auf der linken Kammerseite: Die Inschrift auf den Bildern zeigt, dass es sich bei dieser Waffe um ein persisches Modell 1317 (Langgewehr) handelt, das jedoch nicht in Brünn, sondern direkt im Iran (Teheran) gefertigt wurde, Näheres siehe unten.

Die Beschriftung auf der Gehäuseseite lässt sich wie folgt von rechts nach links übersetzen: Übersetzung der Inschriftتفنگ بلند نمونه ۱۳۱۷ (Tofang-e boland namouneh 1317):„Langes Gewehr Modell 1317“ (Das persische Jahr 1317 entspricht dem gregorianischen Jahr 1938).کارخانه اسلحه سازی برنو (Karkhaneh Aslah-e Sazi Berno):„Waffenfabrik Berno“ (Die staatliche iranische Waffenfabrik in Teheran, die nach den tschechischen Vorbildern benannt wurde).

Stempel auf dem Kammerstengel: Diese Markierung auf dem Verschluss zeigt eine Kombination aus tschechoslowakischen Originalteilen und iranischer Endkontrolle. Das bedeutet, dass dieser Verschluss direkt aus der weltberühmten Fabrik in Brünn geliefert wurde, um im Iran verbaut zu werden: - Das „Z“ im Kreis (Z): Das ist das weltbekannte Firmenlogo von Zbrojovka Brno (Waffenfabrik Brünn) in der Tschechoslowakei. Es beweist zweifelsfrei, dass dieses spezifische Bauteil in Brünn geschmiedet und gefertigt wurde. -

Der Code „D2“: Dies ist ein interner Fertigungs-, Los- oder Abnahme-Code der tschechoslowakischen Fabrik für die Qualitätskontrolle vor dem Export. 

Die Punze ganz unten: Das ist die iranische Militär-Abnahme, die Sie bereits auf dem Lauf/Gehäuse (aus dem zweiten Bild mit der Seriennummer) gesehen haben. Sie zeigt das stilisierte persische Wappen (Krone/Löwe).

Warum sind hier Brünner Stempel auf einer iranischen Waffe? Obwohl die Waffe laut der Gehäuseaufschrift in der Teheraner Fabrik (Karkhaneh Aslah-e Sazi Berno) endmontiert wurde, war der Iran bei der Produktion des Modells 1317 (1938) stark auf tschechoslowakische Zulieferungen angewiesen. Brünn lieferte Maschinen, Rohlinge und hochkomplexe Funktionsteile – wie diesen Verschluss –, die im Iran dann mit dem im Inland gefertigten Lauf und Gehäuse zusammengesetzt und final gestempelt wurden.

Stempel auf der Kammer rechts:

- Die Pahlavi-Krone: Das oberste Symbol ist die stilisierte Krone der Pahlavi-Dynastie. Sie steht für das kaiserliche Monogramm und die staatliche Autorität.

- Die gekreuzten Säbel: Direkt unter der Krone kreuzen sich zwei traditionelle krumme Säbel (Shamshir). Sie symbolisieren die militärische Macht und den Schutz des Reiches.

- Die persischen Schriftzeichen: In der Mitte der Säbel und darunter befinden sich kunstvoll geschwungene Buchstaben. Es handelt sich um das kaiserliche Monogramm (Chiffre) von Schah Reza Pahlavi. Es besteht aus seinen Initialen ر-پ (R-P für Reza Pahlavi).

- Die Zahl ganz unten (۱۷): Das sind die persischen Ziffern 1 (۱) und 7 (۷), die zusammen die Zahl 17 ergeben. Dies steht als Abkürzung für das Modelljahr 1317 (1938) und bestätigt nochmals, dass dieses Bauteil exakt zu Ihrer Waffe aus dieser Fertigungsreihe gehört.

Stempel auf dem Schaft: Dieser Stempel im Holzschaft bestätigt, dass das Gewehr nummerngleich ist und enthält ein wichtiges persisches Kontrollwort.

Die Markierungen im Holz lassen sich wie folgt aufschlüsseln:

1. Die Seriennummer (Obere Reihe): Hier ist exakt dieselbe Seriennummer wie auf dem Metall eingestempelt. Sie liest sich von links nach rechts:۶ ۳ ۴ ۰ ۱ → 10436

Der Buchstabe ganz rechts (ب): Das persische „B“ (Beh). Der Schaft gehört also nachweislich original zu System und Lauf dieser Waffe (Nummerngleichheit).

2. Das persische Wort (Mittlere Reihe): Unter der Seriennummer ist das persische Wort پیاده (Piyâdeh) eingeprägt. Bedeutung: Das Wort bedeutet übersetzt „Infanterie“ (wörtlich: zu Fuß). Hintergrund: Es klassifiziert die Waffe offiziell als langes Standard-Infanteriegewehr im Gegensatz zu den kürzeren Kavallerie-Karabinern (Savar).

3. Kontrollpunzen (Unten): Ganz unten befinden sich zwei quadratische Prüfstempel mit persischen Schriftzeichen bzw. Kürzeln der Abnahmeinspektoren aus der Fabrik in Teheran.

Beschusszeichen am Lauf: Beschossen im Jahr 1994 vom Beschussamt Mellrichstadt. Der Stempel schlüsselt sich von rechts nach links wie folgt auf: Aufschlüsselung der Symbole KE (Ganz rechts): Nach dem offiziellen deutschen Buchstabencode (A=0, B=1, C=2, D=3, E=4, F=5, G=6, H=7, I/K=9, L=8) steht diese Kombination für das Jahr 1994. Das Wappen mit dem Schild (Mitte): Auf der Makroaufnahme ist nun deutlich das Wappen des Beschusamts Mellrichstadt zu erkennen. Es zeigt das bayerische Rautenmuster im Schild, gekrönt von einem halben Bundesadler. Der Bundesadler mit dem „N“ (Links daneben): Dies bleibt unverändert der amtliche deutsche Normalbeschuss für Nitropulver (rauchloses Pulver).

Bin nicht jeden Tag online. Bei Fragen bitte etwas Geduld. Danke.

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