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- Zustand:
- Leichte Gebrauchsspuren
- Versandkosten:
- ab 45,00 € (Details)
- Artikel-ID:
- 20482177
- Artikelstandort:
- Deutschland
Verkäufer
Dieser Artikel wird von einer Privatperson verkauft. Die EU-Verbraucherschutzvorschriften – etwa das Widerrufsrecht und die gesetzliche Gewährleistung – gelten für Käufe von Privatpersonen nicht.
tomcatgreen (74)
Mitglied seit 2003
Beschreibung
Zum Verkauf steht ein klassischer Repetierkarabiner K98k in Scharfschützenausführung. Der Karabiner basiert auf einem System der Gustloff-Werke Weimar aus dem Jahr 1944 (Herstellercode bcd 4). Die Waffe ist weitgehend nicht nummerngleich.
Optik & Montage:
Montiert ist eine lange Seitenaufschubmontage (Long Side Rail / LSR). Auf
dieser sitzt ein absolutes Highlight für Liebhaber klassischer Optiken:
Ein originales, ziviles Carl Zeiss Jena „Zielsechs“ (6-fache Vergrößerung) mit einer sehr niedrigen, vierstelligen Seriennummer (2699) aus der Vorkriegszeit (1920er Jahre).
Die Durchsicht ist dem Alter entsprechend gut und klar. Die Optik ist frei von Kratzern oder Eintrübungen. Das Absehen lässt sich gut verstellen.
Zustand & Technische Details:
- Hersteller (Systemhülse): Gustloff-Werke Weimar, „bcd 4“ (1944)
- Kaliber: 8x57IS, 8x57 IS, 8mm Mauser,
- Seriennummer Hülse: 8909 ohne Suffix, daher wohl sehr frühe 1944er Fertigung. Somit noch in recht guter Fertigungsqualität, ohne die bekannten Zeichen einer vereinfachten „Endzeitproduktion“.
- Nummerngleichheit: nicht gegeben.
- Laufzustand: Bei mäßig matter Spiegelung innenseitig eine gleichmäßig erhaltene Oberfläche. Keine erkennbaren Korrosionen oder dunkle Stellen.
- Laufprofil: Das Laufprofil ist noch sehr gut erhalten, was u. a. durch den problemlos bestandenen, sogen. „Patronen-Test“(*) belegt wird (siehe hierzu Foto). Das Feld-Zug-Profil ist somit noch recht scharf ausgeprägt.
- Beschuss: Neben dem zeitgenössischen "Wehrmachtsbeschuss" ist ein gültiger, bundesdeutscher Beschuss aus dem Jahr 2009 (09) vorhanden.
- Schaft: Gut gepflegter Schichtholzschaft in schönem Erhaltungszustand, mit den üblichen, aber nur gering vorhandenen Alters- und Gebrauchsspuren.
- Persönliche Nutzung: Das hier vorliegende Exemplar befindet sich in einem optisch wie technisch außergewöhnlich guten Gesamtzustand. Die Waffe wurde durch mich in Laufe der Jahre maximal mit ca. 150 Schuss belastet. Ansonsten diente sie im Wesentlichen als überaus reizvolles Sammelexemplar.
Lieferumfang:
K98k wie abgebildet, inklusive der montierten langen Seitenaufschubmontage und
dem sehr schön erhaltenen Zeiss „Zielsechs“ aus früher Vorkriegsproduktion /
Weimarer Republik. Trageriemen, Visier- und Optikschutz aus Echtleder.
(*) Erläuterung zum „Patronen-Test“ (Mündungsprüfung):
Ein kritischer Punkt bei alten Karabinern ist oftmals die Mündung. Wenn die Waffe beim
Reinigen oft mit der Putzkette oder dem Putzstock schräg von vorne gereinigt
wurde, schleift sich die Mündung trichterförmig aus (Auswaschung).
Test: Stecken Sie eine scharfe Patrone (8x57 IS) mit der Spitze voran in die Mündung. Bleibt das Projektil stecken und guckt ein deutliches Stück der Kupfer-Projektilwand heraus (ca. 4–5 mm), ist die Mündung scharf. Rutscht die Patrone fast bis zur Hülse hinein, ist die Mündung ausgeschossen.
Rechtliche Hinweise & Versand:
- Abgabe nur an Inhaber einer gültigen Erwerbsberechtigung (EWB) nach vorheriger behördlicher Überprüfung (NWR-IDs zwingend erforderlich).
- Der Verkauf erfolgt unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung, Garantie oder Rücknahme, da es sich um einen Privatverkauf handelt.
- Der Versand erfolgt ausschließlich über einen zertifizierten Waffenkurier (z. B. Overnite) mit persönlicher Übergabe an den Erwerber. Die Versandkosten in Höhe von 45,- Euro trägt der Käufer.
- Bei Rückfragen oder Bedarf an weiteren Fotos bitte ich um Kontaktaufnahme.
Historischer Hintergrund & waffentechnische Einordnung
Entwicklung der K98k-Scharfschützengewehre
Die Scharfschützen-Varianten des K98k wurden verstärkt ab 1938 produziert, als
die Wehrmacht allmählich den Bedarf an Präzisionswaffen erkannte.
- 1939–1941: Frühe Modelle, oft mit dem ZF41 ausgestattet. Offiziell kam neben dem bekannten ZF39 das kleinere ZF41 (1,5-fache Vergrößerung) zum Einsatz, das jedoch eher für „Zielfernrohrschützen“ in der Gruppe und weniger für spezialisierte Scharfschützen gedacht war.
- 1942–1945: Hochphase der Produktion und Einführung verbesserter Optiken auf Turm-/ Seitenmontagen aufgrund des hohen Bedarfs an der Front.
- 1944–1945: Ab Mitte/Ende 1944 wurden die Karabiner oft als sogenanntes „Kriegsmodell“ mit stark vereinfachten Merkmalen produziert (u. a. weggelassene Putzstöcke/Bajonetthalter, phosphatiert statt brüniert, entfallene Oberflächenfeinbearbeitung).
Optiken im Einsatz – das „Ziel sechs“ im militärischen
Kontext
Scharfschützen bevorzugten in der Praxis oft Gläser mit höherer Vergrößerung
wie das „Zielsechs“ von Herstellern wie Hensoldt oder Zeiss, um auf größere
Distanzen präziser wirken zu können. Das „Zielsechs“ bietet eine 6-fache
Vergrößerung, was deutlich über dem Standard der gängigen militärischen
4-fach-Optiken (wie dem „Zielvier“ oder ZF39) lag. Dies machte es trotz seines
zivilen Ursprungs für Scharfschützen attraktiv, wenn diese auf große Entfernungen
wirken mussten.
Da die staatliche Produktion von Standard-Militäroptiken oft nicht ausreichte, griff die Wehrmacht gehäuft auf handelsübliche Jagdzielfernrohre zurück, zu denen das Modell „Ziel sechs“ gehörte. Für diese Gläser wurden verschiedene Montagesysteme verwendet, darunter die Turmmontage, die Seitenmontagen oder Schwenkmontagen. In der Praxis nutzten Scharfschützen somit eine erhebliche Vielzahl an Optiken/ Montagen, wobei das „Ziel sechs“ aufgrund seiner überlegenen Vergrößerung gegenüber dem Standard-ZF39 eine beliebte Ergänzung oder Alternative für den Fernschuss darstellte.
Truppenimprovisation vs. Nachkriegs-Jagdmontage
Für die historische Zuordnung dieser Waffenkombination gibt es im Wesentlichen
zwei plausible Szenarien:
- Spätkriegs-Improvisation: In der Spätphase des Krieges wurden Scharfschützengewehre oft direkt in den Werkstätten der Divisionen oder Regimenter zusammengestellt. Wenn kein modernes ZF39 oder ZF4 verfügbar war, montierte man verfügbare Optiken (z. B. eingezogene zivile Jagdgläser) teils mit Behelfsmontagen auf besonders präzise schießende Karabiner.
- Nachkriegs-Nutzung: Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, dass die Waffe erst nach 1945 von einem Jäger oder einer Waffenkammer entsprechend ausgestattet wurde. Der Hersteller „Gustloff-Werke“ legt allerdings die Wahrscheinlichkeit der genannten Spätkriegs-Improvisation nahe.
Die Rolle der Gustloff-Werke & Das LSR-System:
Hinsichtlich der Fertigung von Scharfschützenwaffen nahmen die Gustloff-Werke
(bcd) eine ganz besondere und historisch bedeutende Rolle ein. Das Werk in
Weimar entwickelte sich im Verlauf des Krieges zu einem der wichtigsten
Hauptlieferanten für K98k-Scharfschützengewehre.
Die lange Seitenaufschubmontage – auch „Long Side Rail“-System (LSR) genannt – wurde ab 1943/44 bei Gustloff als sehr robuste Schienenmontage an der linken Gehäuseseite angebracht. Das System wurde speziell so konstruiert, dass das Laden der Waffe mittels Ladestreifen weiterhin problemlos möglich war.
Haupthersteller für K98k-Systeme in den späten Kriegsjahren (1944–1945):
- Mauser-Werke AG, Oberndorf a.N. (byf / svw)
- Steyr-Daimler-Puch AG (bnz)
- Waffenwerke Brünn AG (dot / dou / swp)
- Gustloff-Werke, Weimar (bcd)
Anmerkung: Die Montage der Zielfernrohre erfolgte oft nicht direkt in der Hauptfertigung der Gewehre, sondern teilweise bei spezialisierten Subunternehmern, Optikherstellern oder in den Waffenmeistereien der Truppe. Daher bestehen zeitgenössische Scharfschützen-Karabiner häufig aus einer Kombination von Komponenten unterschiedlicher Hersteller.
Suchbegriffe
Militaria & Waffensammler
K98, K98k, Karabiner 98k, Karabiner 98, Scharfschützengewehr,
Scharfschützenkarabiner, Wehrmacht, WK2, WWII, bcd4, Gustloff, Weimar,
Kriegsmodell, Ordonnanz, Ordonnanzgewehr, Sammlerwaffe, Systemhülse bcd. No:
MG42, MG34, MP40, MP38, P08, Pistole 08, Luger, P38
Optik & Montage
LSR, Long Side Rail, Lange Seitenaufschubmontage, Seitenmontage,
Scharfschützenmontage, Carl Zeiss Jena, Zeiss Zielsechs, Zielsechs, Ziel 6,
Vorkriegsoptik, Jagdzielfernrohr, ZF39, ZF41, Dialytan.
Kaliber & Zustand
8x57IS, 8x57 IS, 8mm Mauser, Gültiger Beschuss, Neubeschuss, Mündung scharf,
Patronentest.
Am 20.09.2026 um 12:42:44 Uhr fügte der Verkäufer folgende Ergänzung hinzu:
Hinweis in eigener Sache
Wegen einer Sammlungsverkleinerung biete ich in nächster Zeit auf dieser Plattform immer wieder mal historische „Leckerbissen“ an.
Geplant sind vorab:
• Eine C96 (7,63 Mauser, Mauser Oberndorf) – komplett nummerngleich, inklusive hölzernem Anschlagkasten.
• Ein weiterer K98k (S/42) aus dem legendären 1937er Portugal-Kontrakt – komplett nummerngleich und im hervorragenden Zustand.
Sehen wir uns demnächst hier wieder?
Versand & Zahlung
Standort: 65719 Hofheim (Deutschland)
Zahlung: Überweisung
Versand: Käufer trägt Versandspesen
Versandkosten: 45,00 €
Internationaler Versand: Nein